Eine kleine Hilfe, um sich im "Yoga-Dschungel" zu orientieren ....

Im Laufe der Zeit und auch mit der Verbreitung von Yoga im Westen haben sich unterschiedliche Stilrichtungen gebildet. Sie basieren alle auf den gleichen traditionellen Quellen, setzen aber verschiedene Schwerpunkte. Die bekanntesten sind:

 

  • Hatha Yoga
Klassische, ganzheitliche und weit verbreitete Stilrichtung. Beinhaltet Sonnengrüße, Asanas, Atemübungen (Pranayama), das Erlernen von Energieverschlüssen (Bandhas), Meditation und Tiefenentspannung sowie das Rezitieren von Mantren.
   
  • Vinyasa Yoga
Die Asanas fließen in einem dynamischen Bewegungsablauf in einander und werden mit dem Atem verbunden. Es ist eine Art "Meditation in Bewegung", da der Geist von einer Übung in die andere geleitet wird. Etliche Richtungen wie Ashtanga oder Power Yoga haben sich daraus entwickelt.
   
  • Ashthanga Yoga  
Eine präzise, fest gelegte Abfolge von Körperübungen. Die körperlich recht anspruchsvollen Asanas werden mit einander verbunden, d.h. dynamisch fließend geübt, und mit Atemübungen kombiniert. Durch die stets gleiche Abfolge ergibt sich ein meditativer Charakter.
   
  • Iyengar Yoga
Gründer ist B.K.S. Iyenger, der Wert auf eine absolut präzise Ausführung legt. Als Unterstützung werden Hilfsmittel wie z.B. Gurte, Blöcke oder Stühle verwendet. Es werden zuerst die Asanas erlernt, im Anschluss dann die Kombination mit dem Atem. Kraftvoller und betont körperorientierter Stil.
   
  • Jivamukti Yoga
Neben den Asanas im Vinyasa-Stil durch eine stark spirituelle Ausrichtung geprägt: das Studium von Yoga-Texten, das Singen von Mantren und Kirtans, die Integration von Bhakti Yoga und dem Prinzip von Ahimsa (= Gewaltlosigkeit, wodurch z.B. Vegetarismus oder Umweltschutz eine Rolle spielen) fließen in diese Yoga- Richtung stark mit ein.
   
  • Kundalini Yoga
Gilt als Yoga der Energie und zielt mit seinen Körper- und Atemübungen darauf ab, die sogenannte Kundalini zu erwecken. Aspekte des Karma Yoga, Mantra-Singen, eine vegetarische Ernährung und therapeutische Ansätze gehören zu diesem Stil von Yogi Bhajan.
   
  • Bikram Yoga
Ein körperlich sehr anspruchsvoller Stil, der Asanas mit Atemübungen kombiniert. Kennzeichen ist, dass in einem aufgeheizten Raum bei ca. 38 Grad geübt wird, wodurch der Stoffwechsel angeregt und ein Entgiftung des Körpers eingeleitet werden soll.
   
  • Sivananda Yoga
Eine der ersten Stilrichtungen, die sich im Westen verbreitet haben und ähnelt dem Hatha Yoga. Es werden Sonnengrüße/Asanas mit Atemübungen, Meditation, Tiefenentspannung, Vegetarismus und positivem Denken verbunden.
   

Allerdings haben sich auch Formen entwickelt - z.B. Power Yoga oder Surf Yoga, die eher dem Fitness-Bereich zuzuordnen sind und nichts mehr mit dem ursprünglichen Yoga-Gedanken zu tun haben.

 

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